Die dunkle Seite der Schokolade

Die dunkle Seite der Schokolade 

Let’s face it: 

Wir wissen alle irgendwie, dass mit konventioneller Schokolade etwas nicht stimmt.

Aber was genau?

Vieles, es wird jedoch seit jeher mit gutem Marketing ausgeblendet.

Das Schlimmste für mich ist, der offen bekannte und hingenommene Einsatz von Kindersklaven auf den Plantagen. 

Es gab vor einigen Jahren kurz mal eine Welle in den Medien, das hauptsächlich and der Elfenbeinküste, dort wo der konventionelle Kakao für die Großkonzerne angebaut wird, sehr viele Kinder völlig schutzlos und selbstverständlich auf den Plantagen eingesetzt werden. Und nein, sie helfen mit ihrem Einkommen nicht ihren Familien, denn Sklaven erhalten kein Einkommen. 

Wie konnte es soweit kommen? 

 

Kakao – ursprünglich eine heilige Medizin  

 

Kakao gilt seit Jahrtausenden in den mittel-und südamerikanischen Kulturen als heilige Pflanze von der ein liebender und nährender Spirit wahrgenommen und empfangen wird. Ihre Früchte, also die Kakaobohnen gelten als heilende Medizin. 

Der Mensch vollführt ein alchemistischen Prozess, um die ganze Fülle des Kakaos hervorzubringen. Damit sind die Fermentation und das Rösten gemeint. Beide sorgen dafür, dass das Theobromin erst aktiviert wird und die herrlichen Schokoladennuancen hervortreten. Kakaobohnen direkt aus der Frucht hätten keine psychoaktive Wirkung im menschlichen Körper. 

Mit diesem uralten Wissen wurde purer Kakao einst als Geschenk der Götter verehrt und in heiligen Zeremonien und Ritualen verwendet. Die Geschichte des Kakaos in bewusster Interaktion mit dem Menschen ist bis 1500 Jahre vor Christus dokumentiert. Die Zusammenarbeit mit Kakao als pflanzlicher Helfer reicht also viele Jahrtausende zurück. 

Wenn du hier auf unserer Seite bist, dann hast du bestimmt den Grund für die Beliebtheit des Kakaos schon selbst erleben dürfen. Es sind seine glücksgefühlfördernden Inhaltsstoffe die heute alle gut erforscht sind. Dazu gehören das Theobromin, Anandamid, Magnesium und einige mehr. 

 

Kakao heute – von Konzernen entseelt und pervertiert 

 

Kakao als Pflanze und Lebensmittel wurde im Laufe der Industrialisierung leider völlig pervertiert und ist heute in der Süßwarenindustrie zur Massenware verkommen. Völlig degeneriert und entseelt von Großkonzernen. Gekonntes Marketing gaukelt etwas von Handwerkskunst oder ähnlichem vor. Der Rohstoff Kakao wird überhaupt nicht thematisiert. Schon gar nicht die Arbeit der Menschen, in den Anbauländern. 

 

Konventioneller Anbau – Leid für Mensch und Erde 

 

Der Anbau konventionellen Kakaos in Monokulturen schädigt den Planeten, die niedrigen Kakaopreise an den Weltbörsen beuten hart arbeitende Menschen aus, lassen sie nicht aus ihrer Armut kommen. 

Der Gipfel des Ganzen ist für mich die offene und selbstverständlich in Kauf genommene Kindersklaverei im Anbau. Die großen Firmen, also die Käufer dieser Kakaobohnen sind sich bewusst, dass in bestimmten Ländern Kinder als Sklaven die Kakaofrüchte ernten und sie dieses Leid mit einkaufen. 

Ihre publizierten Maßnahmen auf ihren scheinheiligen Webseiten: sie „bemühen“ sich Kinderarbeit bis 2025 abzuschaffen – ich frage mich warum noch so lange warten bzw. warum überhaupt kaufen? Ja, der Preis…   

Auch wir als Verbraucher kaufen Produkte ein, für die Kinder als Sklaven eingesetzt werden. Das darf und sollte jedem bewusst sein. 

Aber auch hier wird schnell wieder ein Marketing Trick angewandt – ein Siegel zur Beruhigung des Gewissens. Nach der oben genannten Welle durch die Medien, war plötzlich das UTZ-Label überall zu sehen. 

Nun glaube ich schon länger nicht mehr an den Schoko-Weihnachtsmann.

Selbst wen ein konventioneller Hersteller gerne wollte, das System der Lieferketten ist zu komplex, Großkonzerne zu mächtig. Ich kann aufgrund der Länge dieses Artikels nicht auf die gesamte Problematik eingehen. 

Weiterführende Quellen stehen am Ende des Artikels. 

 

“Supermarkt Schokolade” 

Die Schokoladenindustrie wirbt immer mit dem beliebten Slogan, dass Schokolade ja bekanntlich glücklich macht. Was darin glücklich macht, ist der hohe Gehalt an Zucker, der unser System erstmal hochjagt und uns die ganze Tafel aufessen lässt. 

Oder wie länge „überlebt“ bei dir eine Tafel Schokolade? 

Kakao in seiner ganzen und reinen Form wird gar nicht verwendet, sondern auseinander gerissen, um höchstmögliche Profite zu erzielen. Die Nährstoffe werden bei diesen intensiven Prozessen natürlich zerstört. 

Die wertvolle Kakaobutter geht in die Kosmetik, das Kakaopulver zusammen mit minderwertigeren Fetten wie z.B. Palmöl in die Schokolade. Dazu Unmengen an hochkonzentriertem Zucker, um uns zum aufessen anzuregen. 

Konventionelle Schokolade hat mit echtem Kakao nicht mehr viel zu tun. Der Zucker macht den Geschmack und die Wirkung.  

 

Now, what to do?

Sind ja bis jetzt recht niederschmetternde Tatsachen, aber… 

Glücklicherweise gibt es nach und nach auch größere Marken, die eine kurze und transparente Lieferkette ihrer Kakaobohnen haben. Wenn auch weiterhin viel Zucker und Zusatzstoffe und Fette als Hauptbestandteil, aber der Preis muss am Ende auch dem Discounter gefallen. 

 

Bean – to – bar Movement, Qualität und Nachhaltigkeit hat ihren Preis

 

Und es gibt die bean – to bar – Bewegung. Das sind viele Chocolatiers weltweit,  wie Ismael, die den Wert des Kakaos verstehen und erhalten möchten. Sie bilden eine Gegenbewegung, die über den Geschmack geht. Das schaffen sie mit köstlichen Schokoladen aus ganzen Qualitätsbohnen. Deren Hauptbestandteil dann auch die puren Kakaobohnen sind und nichts weiter. Bean – to bar eben

Die hat nun verständlicherweise auch ihren Preis.

 

Wir von Kakaoliebe folgen unserer Mission, die da lautet:

Wir bringen den wahren Wert des Kakaos zurück

– ursprünglich – tief – mystisch

 

Ich kann dir versichern, ich würde die tägliche Arbeit, die ich mit Kakaoliebe habe nicht auf mich nehmen, wenn ich keinen zutiefst idealistischen Ansatz in meinem Tun und in unserer Vision hätte.

Ich weiß von Herzen genau, warum ich unsere Botschaft und den Kakao in die Welt bringen möchte – siehe oben 🙂 Deshalb ist dieser Artikel auch etwas direkt und emotional geschrieben. 

 

Kakao ist ursprünglich gut für Körper und Seele & gut für alle, die damit in Verbindung stehen. 

 

Kakaoanbau – gut für den Planeten

 

Kakao gedeiht am besten in Mischkultur. 

Das hat zwei Ursachen: 

1. die relativ niedrigen Kakaobäume brauchen Schatten von größeren Bäumen, um gesund und natürlich zu wachsen. Das bedeutet, wo nachhaltig Kakao angepflanzt wird, existiert automatisch Wald.  

2. Um ein interessantes Geschmacksprofil hervorzubringen, sollte Kakao am besten in einem diversen Umfeld gedeihen, mit anderen Früchten und einem gesunden Boden. Das bedeutet, Anbau in Misch- und Permakulturen. Das ist der Ursprung echten Qualitätskakaos und unterscheidet ihn von den konventionellen Züchtungen. 

 

Purer Kakao vs „Bitterschokolade“

 

Kakao ist herb, nicht bitter, auch nicht in 100-prozentiger Form. Der Begriff „Bitterschokolade“ trifft auch hier auf die konventionelle Schokolade zu, die so extrem geröstet werden muss, dass die Schokolade bitter und schwarz ist. 

Unsere pure Kakaomasse ist braun, da wir die Bohnen nur minimal und sanft rösten, um die feinen Aromen in unserer Schokolade herausarbeiten zu können.  

Unsere bean -to -bar Schokoladen bestehen aus purem, nachhaltig angebauten Kakao. Wir verarbeiten sanft, mit Liebe und Know-How die ganzen Bohnen.

 

Süß, aber ohne Industriezucker?

 

Bei der Süße gehen wir neue Wege. Wir verwenden Panela (Rohrohrzucker), Maulbeeren und Xilit, ein guter Ersatz, wenn du auf herkömmlichen Zucker verzichtest.

Hier weiterführende Informationen: 

Den Link zur Webseite des größten Agrarkonzerns der Welt findest du, wenn du   „Cargill“ googelst und auf der Seite in der Suchfunktion Kinderarbeit eingibst.

Auf You-Tube findest du eine Reportage der BBC über den Handel mit Kindern als Sklaven auf den Plantagen wenn du dort „Documentary. The Dark Side Of Chocolate“ eingibst. 

Auch wenn dies ein fürchterliches Thema ist – wie so vieles in unserer Welt, möchte ich immer wieder betonen, dass es in vielen Bereichen bereits Menschen gibt, die nicht mehr wegschauen und sich von Großkonzernen weiter bedienen lassen in unseren Industrienationen. 

Ich kann jeden nur ermutigen, bei sich und im kleinen das zu tun, was geht. So ist Wandel möglich.